Dubai City
Dubai City ist die Hauptstadt des Emirat Dubai. Übersetzt heißt Dubai Treffpunkt. Was für ein passender Name! Ca. 85 % der Einwohner sind Ausländer, die meisten aus Indien, Pakistan und Iran. Sie kommen zum Arbeiten her und bleiben durchschnittlich drei Jahre. Dubai ist eines der reichsten Länder der Welt. Und Dubai City ist die größte Baustelle der Welt! Seit 20 Jahren wächst die Stadt beinahe stündlich. Wolkenkratzer, Einkaufszentren, künstlich angelegte Inseln und Vergnügungsparks - nichts ist zu teuer oder zu pompös!
Dubai ist in den letzten Jahren ein weltweit anerkannter Finanzplatz geworden. Unternehmer aus der ganzen Welt kommen ins Land. Sicherlich auch, weil es ein Steuerparadies ohne Einkommens- oder Unternehmenssteuer ist. Mit 68.000 US-Dollar-Millionären hat Dubai eine der höchsten Millionärsdichten der Welt.
Um seine Zukunft zu sichern, sorgt Dubai für eine gute Ausbildung der im Emirat lebenden Menschen. Im extra dafür gebauten Knowledge Village werden spezielle Fachkräfte, von denen man weiß, das sie in Zukunft gebraucht werden, ausgebildet. Auch internationalen Universitäten ist es möglich, sich anzusiedeln. Und in Dubai dürfen auch Frauen studieren, was in der arabischen Welt nicht selbstverständlich ist.
Dubai hat den wichtigsten Hafen am gesamten Persischen Golf. Handels- und Passagierschiffe verbinden das Emirat per Seeweg mit der ganzen Welt. Von diesem Hafen aus wird der gesamte arabischen Raum, die Golfstaaten und die umliegenden Regionen versorgt. Er ist außerdem Knotenpunkt des Schiffsverkehrs zwischen Europa und Fernost. Die Küste zum Iran ist von hier aus 140 km entfernt.
Der Dubai International Airport ist mit einer Kapazität von 70 Mio. Passagieren im Jahr das bedeutendste Luftverkehrskreuz zwischen Europa und Asien. Außerdem ist Dubai Hauptsitz der emiratseigenen Fluggesellschaft Emirates. Es gibt Busse und Taxis, doch trotz vieler Staus fahren die meisten Einwohner mit dem Auto, sicherlich auch, weil der Kraftstoff so günstig ist. In der Innenstadt erfolgt der Personentransport über den Dubai Creek mit kleinen Holzbooten, so genannten Abras. Obwohl der Dubai Creek mittlerweile auch durch einen Tunnel und über mehrere Brücken zu überqueren ist, sind diese Wassertaxis sehr beliebt.
Der Dubai Creek oder arabisch Al-Khor ist eine 100 bis 1.300 Meter breite und ca. 14 km lange Bucht im Persischen Golf. Tag und Nacht herrscht hier Betrieb. Wie vor 100 Jahren fahren die Fischer noch heute in ihren Dhaus hinaus, um zu fischen. Dhaus sind mit ihrer idealen Schiffsform hochseetauglich. Der Schiffsbauer baut einen Dhau bis zu drei Jahren lang nach reinen Erfahrungswerten und den Plänen in seinem Kopf - es existieren in der Regel keine Baupläne. Ein Dhau besteht aus extraharten, teuren Tropenhölzern aus Malaysia und Pakistan. Es kann bis zu 60, 70 Jahre alt werden und kostet ca. 6.000 bis 10.000 Euro. Am Dubai Creek werden Dhaus, die traditionell als Handelsschiffe dienen, aus dem ganzen arabischen Raum beladen. Der Handel hat in Dubai eine lange Tradition. Schon seit Jahrhunderten legen im Creek die Dhaus an, um Waren aus Indien und China auf die arabische Halbinsel zu bringen. Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es nur den Dhauhafen am Creek. Nach den ersten Ölfunden wurde 1985 ein moderner Containerhafen gebaut. Hier legen neben anderen jährlich rd. 35 Kreuzfahrtschiffe an.
Auch in Dubai gilt das Islamische Recht, die so genannte Schari'a. Doch die vielen Ausländer haben sich ein Parallel-Welt geschaffen. Es gibt Bars, Diskotheken sowie Nachtklubs in jedem Hotel von Dubai City. Hier kann man Alkohol kaufen und niemand läuft in der traditionellen Kleidung oder gar verhüllt herum. Die Stadt hat sich zu einer Partymetropole entwickelt, die sich internationale Stars einfliegen lässt. Die Bevölkerung ist sehr jung und lässt sich nicht so leicht etwas verbieten. Die Einheimischen nähern sich langsam dieser Kultur an und auch die Menschen in den Nachbarländern kommen immer öfter zu Besuch.
Nach dem Abendgebet füllen sich die Basarstraßen. Ein lebendiges Gemisch aus verschiedenen Kulturen bevölkert die Straßen bis spät in die Nacht. Bur-Dubai ist die renovierte Altstadt: Hier gibt es alte Gebäude, enge Gassen und die verschiedenen Souks, die Märkte. Dubais Gold-Souk ist der größte Goldmarkt der Welt. Allerhand Schmuckhandlungen verkaufen Gold in allen erdenklichen Formen und Preisen. Direkt neben dem Gold-Souk liegt Dubais Gewürz-Souk und duftet verführerisch. Hier stehen Gewürze wie Zimt, Safran oder Weihrauch säckeweise vor den Läden. Auch Reis, Parfümöle, Räucherstäbchen oder Töpferwaren sind hier käuflich zu erwerben.
Einen Besuch ist natürlich das 321 Meter hohe Hotel Burj al Arab wert, das mit 7 Sternen wirbt. Es erweckt den Eindruck, als bestünde es nur aus Gold und Marmor. Das Hotel in der Form eines Segels gehört mit rund 1 Mrd. Dollar zu den teuersten Hotels, die je gebaut wurden. Es hat einen eigenen Helikopterlandeplatz auf dem Dach, riesige Hotelsuiten, goldene Treppengeländer, mehrere erstklassige Restaurants und alles, was sich der Gast sonst noch wünschen könnte. Die Hotelgäste werden mit weißen Rollce Royce vom Flughafen abgeholt, von denen das Hotel um die 20 Stück besitzt.
Zu den weiteren gigantischen Bauwerken Dubai City?s zählen das Burj Dubai und die Emirate Towers. Mit 598,50 Metern und 158 Stockwerken ist das Burj Dubai derzeit noch im Bau. Das Gebäude soll mit einer Höhe von etwa 818 Meter das höchste Bauwerk der Welt werden. Die beiden Emirates Towers, ein Hotel und ein Bürohochhaus, bilden die zweithöchsten ?Twintowers? der Welt. Der höhere der beiden Türme misst 355 Meter
Eines der ältesten Gebäude der Stadt ist das Dubai Museum. Das Gebäude wurde vor 200 Jahren erbaut und beherbergt seit 1995 ein Museum für Kunsthandwerk, Dokumente und Ausgrabungsfunde, antike Gewehre sowie traditionelle Boote. Im Dubai-Museum und im Heritage Village, einem Freilichtmuseum im Stadtteil Al Schindagha, kann man die traditionellen Lebens- und Arbeitsweisen der Einwohner Dubais ergründen. Das Museumsdorf wurde im Stil einer arabischen Siedlung gebaut. Im Diving Village sind auch Dhaus in Originalgröße ausgestellt. Vor dem Diving Village liegt das 24 Passagiere fassende Unterseeboot Seascope. 45 Minuten lang taucht das Boot auf den Grund des Meeres und man kann durch die großen Bullaugen die Unterwasserwelt beobachten.
Die größte Moschee der Stadt ist die Jumeirah Moschee. Sie ist elfenbeinfarben und dominiert das Villenviertel Jumeirah. Nachts ist die 1983 erbaute, schönste Moschee Dubais beleuchtet. Tausende Lichter lassen sie wie ein Gebäude aus einem orientalischen Märchen erstrahlen. Fünf Mal am Tag rufen die Muhezzine zum Gebet. Für eine halbe Stunde ruht dann die Arbeit, Teppiche werden ausgebreitet und die Menschen beten. Aus Höflichkeit sollte man als Gast auf angemessene Kleidung achten und während des Ramadan auf der Straße nicht essen oder rauchen.
Dubai erobert auch die Welt des Sports. Seit einigen Jahren finden bedeutende Tennis- und Golfturniere statt. Traditionell hoch geschätzt sind die Pferderennen. Beim höchstdotiertesten Pferderennen der Welt, dem Dubai World Cup, werden insgesamt 12 Millionen Dollar Siegesprämie ausgespielt. Im Rahmen dieses Pferderennen wird die Toleranz Dubais der westlichen Welt gegenüber deutlich: Champagnertrinkende Damen lassen es sich in kurzen Röcken auf Parties gut gehen, während die Gastgeber in ihren traditionellen Gewändern ein Gläschen Wasser zu sich nehmen. In Dubai gilt ein eingeschränktes Alkoholverbot. Nur in Hotels, Clubs und Bars darf Alkohol verkauft werden, außerhalb dieser Bereiche darf Alkohohl weder verkauft noch konsumiert werden.
Die teuerste Wohngegend der Stadt ist heute Jumeirah, eine 10 bis 15 Kilometer lange, dicht besiedelte Villengegend am Sandstrand Jumeirah Beach. Noch vor wenigen Jahrzehnten war dieser Teil der Stadt nur von Fischern besiedelt. Hier verbringen die meisten Dubai-Touristen ihren Urlaub. Vor der Küste entstehen die bekannten Palmeninseln, die Palm Islands, die größten künstlichen Atolle der Welt. Drei riesige palmenförmige Inselgruppen wurden vor der Küste aus Sand und Stein aufgeschüttet. Sie sind inzwischen das Markenzeichen Dubais mit ihren Luxusvillen und Fünfsterne-Hotels, Kinos, Einkaufszentren, mehreren Jachthäfen und Golfplätzen. Die Insellandschaft The World, die die Form einer Weltkarte haben wird, wird gerade für 30 Milliarden Dollar aufgeschüttet. Die einzelnen Inseln werden an Privateigentümer verkauft und von diesen bebaut. Doch auch dies wird nicht das letzte Bauvorhaben dieser Art sein: "The Universe" ist schon in der Planung.
Seiner große Toleranz gegenüber anderen Lebensstilen, die Souqs und Shopping-Center, die Prestige- und Luxusbauten sowie die garantiert 350 Tage Sonnenschein im Jahr machen Dubai zu einem der attraktivsten Reiseziele der Welt.
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