Kambodscha
Das Königreich Kambodscha ist eine Parlamentarische Monarchie im Südosten von Asien. Kambodscha liegt auf der Indochinesischen Halbinsel am Golf von Thailand. Das Land hat etwa 14,5 Millionen Einwohner. Seine Hauptstadt ist Phnom Penh. In der Hauptstadt, die am Zusammenlauf der Flüsse Mekong und Tonlé liegt, leben etwa 1,7 Millionen Menschen.
Die Amtssprache ist Khmer, Handelssprache Französisch - resultierend aus der bis 1953 bestehenden Kolonialherrschaft von Frankreich. Manchmal kommt man als Reisender auch mit Englisch durch.

- Angkor Wat
Kambodscha besteht zu 75 % aus tropischem Regenwald. Während der Regenzeit von Mai bis Oktober herrscht eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 %. In dieser Zeit fegt der Monsun mit großen Niederschlagsmengen über Kambodscha. Trockenzeit ist in Kambodscha zwischen November und April. Es regnet dann fast gar nicht und die Luftfeuchtigkeit sinkt bis unter 50 %. Durchschnittlich liegt die Temperatur das ganze Jahr über zwischen 30 und 34 Grad. Nur im Norden in den Bergen können die Winter etwas kühler sein.
Obwohl sich Kambodschas Wirtschaft positiv entwickelt, leben noch immer sehr viele Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Dem Land steht oft die Korruption in Staat und Verwaltung im Weg. Die Regierung versucht durch Reformen, dieses Problem zu beseitigen. Das Land finanziert sich hauptsächlich durch die Landwirtschaft, etwa 70 % der Einwohner von Kambodscha leben mehr schlecht als recht von der Agrarwirtschaft. Daneben hat sich eine große Textil- und Schuhproduktion entwickelt. Weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Dienstleistungssektor inklusive Tourismusbranche, in dem etwa 20 % der Menschen arbeiten. Etwa 2 Millionen ausländische Besucher, davon ca. 55.000 Deutsche, besuchen das Land jährlich. Kambodscha ist bemüht, diesen Wirtschaftszweig auszubauen und Reisenden neben dem Weltkulturerbe in der Region Angkor auch den Rest des Landes näher zu bringen. Kambodscha möchte zukünftig verstärkt auch Naturtourismus anbieten. Um den Standard für die Reisenden zu erhöhen, verbessert man stetig die Infrastruktur. Flughäfen, Straßen und Hotels werden neu gebaut bzw. renoviert und repariert. Besucher sollen das ganze Land künftig möglichst komfortabel erkunden können. Um dies zu erreichen, hat man u.a. eine innerstaatliche Fluglinie gegründet. Hohe Einnahmen verspricht sich Kambodscha in Zukunft auch aus den vor der Küste entdeckten Erdöl- und Erdgasvorkommen, die ab 2011 gefördert werden sollen. Kambodschas Währungseinheit heißt Riel, 1 US-Dollar kostet etwa 4.000 Riel.
Reiseziele in Kambodscha sind die Hauptstadt Phnom Pen und die Tempelanlagen von Angkor, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Die Stadt Siem Reap, das Tor zur Region Angkor, gehört mit 147.866 Einwohnern zu den größten Städten des Landes und ist ein touristisch attraktives Ziel, ebenso wie der beliebte Badeort Sihanoukville an der Küste Kambodschas. Tempelanlagen kann man auch in den Städten Battambang und Kampong Thom - hier den Tempel Sabor Prei Kuk - besichtigen.
Das Land durchziehen zahlreiche Flüsse, unter ihnen der Mekong, der sich quer von Nord nach Süd schlängelt. Im Nordosten Kambodschas, wo die Berge bis zu 1.200 Meter hoch werden, gibt es mehrere schöne Hochplateaus. Im Süden am Golf von Thailand verläuft das Kardamom-Gebirge. Vor der Südwestküste liegen mehrere Inseln, die zu Kambodscha gehören.
Die Kriege und die von 1975 bis 1979 andauernde Herrschaft der Roten Khmer haben das Land gezeichnet. Unter dem durch einen Putsch an die Macht gekommenen Khmer-Diktator Pol Pot starben 2 Millionen Menschen. 1979 konnten vietnamesische Truppen den Diktator stürzen und 1993 fanden in Kambodscha die ersten freien Wahlen statt. Die Guerillaorganisation Rote Khmer ist zwar im Untergrund noch aktiv, es geht aber keine Bedrohung für Land und Bevölkerung mehr von ihr aus.
Bitte informieren Sie sich trotzdem unbedingt vor einer Reise nach Kambodscha beim Auswärtigen Amt oder der Botschaft über die aktuelle Sicherheitslage. Einige Gebiete im Land gelten als unsicher, außerdem besteht erhöhte Minengefahr! Verlassen Sie auch in den Tempelanlagen niemals die gekennzeichneten Wege und lassen Sie sich möglichst von einem erfahrenen Führer begleiten. Wertgegenstände und Geld sollten Sie nicht offen zeigen.
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