Korfu

Korfu

von benno (unserem Blogschreiber)

Basics für den Urlaub auf Korfu:

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Korfu ist eine Insel im Mittelmeer, die auf der Karte etwa rechts unterhalb des Stiefelabsatzes von Italien liegt und zu Griechenland gehört. Die Insel Korfu gibt mit ihren knapp 65 km Länge und max. 27 km Breite ca. 115.000 Menschen ein Zuhause. Das bedeutet: Es gibt genügend Platz für jeden! 

Korfu ist grün! Sicherlich eine der grünsten Inseln Griechenlands. Die kleinen Berge (max. 600 m hoch) sind bewaldet und begrünt und so schaut man selbst von der Hauptstadt Kerkira aus in die grünen Berghänge der Umgebung.

Korfu ist Multikulti! Korfu hatte bereits viele Beherrscher, die aus Rom, die aus Byzanz, die aus Venedig und die aus England. Doch auch in der jüngeren Geschichte blieb es multikulti. Touristen kommen aus England, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und auch vom griechischen Festland. Es wird fast überall Englisch, oft auch deutsch gesprochen.

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Nun zum persönlichen Reisebericht, mein Urlaub auf Korfu

Hier steht „persönlich“ und das bedeutet subjektiv und nicht objektiv ;o)

Wir sind am 06.10.07 mit AirBerlin in den Urlaub nach Korfu gestartet. Schön  direkt ab Berlin Tegel nach Korfu, morgens gemütlich um 08:30Uhr. Nach 2,5 Stunden Flug und einer Stunde Uhr-Vorstellen sind wir dann um 12 Uhr in Korfu-Stadt gelandet. Der Urlaub begann freundlich, denn Korfu begrüßte uns mit milden Temperaturen (um die 23 Grad) und Sonnenschein. Ich war recht erfreut und überrascht über die Temperatur, denn laut Wetter.com sollten es höchstens 15 Grad sein. Wie wir während des Urlaubs feststellten, sollte sich das Wetter aber ständig ändern und wetter.com kam wohl nicht so schnell mit der Aktualisierung nach.

Der Flughafen ist, selbst wenn man Tegel kennt, eher als schnuckelig zu bezeichnen. Alles im Charme der 70er erbaut und seitdem nur notdürftig erneuert. Aber wir sind ja auch nicht in Chicago-O´Hare gelandet!

Nun denn! Unter den 5 kleinen Mietwagen-Schaltern befand sich auch der unseres Anbieters und da überrascht man uns mit einem kostenlosen Upgrade auf einen Jimny-Jeep (Cabrio). Besten Dank dafür! ?Auch wenn später die Lenkung an der Kiste streikte.

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Die Straßen in Kerkira, also Korfu-City, waren erwartungsgemäß voll. Und wäre ich gleich in die richtige Richtung gefahren, dann wäre mir dieses wunderschöne und amüsante Erlebnis einer südländischen Großstadt mit all ihrem Gedränge und Gewusel doch glatt entgangen.

Aber wer schon in Palma durch die Altstadt gefahren ist oder rund um den Gardasee, der bekommt auch Korfu-City mit Leichtigkeit hin.

Nach unserer Ehrenrunde durch das Stadtgewusel machten wir uns auf in das ca. 20 km entfernte Urlaubs-Gebiet Moriatika und nach Messonghi. Um unser Hotel zu finden, haben wir uns halt durchgefragt!

Die Straßen auf Korfu sind allesamt in – sagen wir mal – mäßigem Zustand. Dazu kommt, dass die meiste Straßen nicht sehr geade sind und so braucht man für knapp 20 km auch schon mal 45 Minuten. Aber auch das ist ein Erlebnis. Einige ?Totalschäden? und arg lädierte Leitplanken am Wegesrand mahnen zum sanften Umgang mit dem Gaspedal.

Leider erwischte uns auf dem Weg nach Moriatika/Messonghi bereits der erste Regenschauer, sodass das CABRIO-Feeling erstmal dahin war.

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Zum Hotel

Im Hotel (Apollo-Palace) eingecheckt ging es erstmal aufs Zimmer, um zu duschen. Wir bekamen ein Zimmer direkt mit Aussicht auf die Mündung des Messonghi-River. Die dort geparkten Touristen-Boote umrahmten noch die romantische Aussicht. Die kleine Taverne mit einheimischer Musik trug ihr Übriges zum Wohlempfinden bei.

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Messonghi-Strand

Also los, raus an den Strand, die Umgebung in Messonghi erkunden, per Pedes! Schwimmsachen einstecken und dann ab. Leider war der erste Eindruck etwas ernüchternd. Der im Reiseführer als ?eher schmal? bezeichnete Kies-/Sandstrand stellte sich als 2-3m breiter Kies-/Steinstrand heraus.

Der Weg ins doch nicht so ganz kristallklare Wasser war durch die Überwindung größerer Steine (auf Berlinerisch ?olle Klamotten?) beschwerlich. Die mitgebrachte Frisbee fand also vorerst keinen Einsatz. 

Doch wir waren ja im Urlaub und das Wasser war, wenn man erstmal drin war, auch noch wirklich angenehm warm. Und dass uns dann in anderen Orten auf Korfu wirklich kristallklares Wasser erwartete wird hier auch schon mal verraten.

Das Hotel Apollo Palace liegt am Ende einer Straße und ist damit recht ruhig gelegen. Bis auf das Haupthaus sind alle Zimmer (ca. 250) in einer wirklich weitläufigen Anlage auf kleinere Cottages mit 4-6 Zimmern verteilt. Diese Häuser sind durch Arkadengänge oder kleine Plätze verbunden. Man fühlt sich fast wie in einer ?Ferienhaus-Siedlung?. Dennoch, gerade für Eltern mit Kind oder Singles, die mit Kind reisen, ist der Strand am Hotel nix! Man muss schon ein Stück laufen (ca. 250m bis zum nächsten Steg) um einen kieseligen Strand zu finden, der dann ?ohne die ollen Klamotten? flach ins Meer abfällt.

Wenn man diesen kleinen Fußweg einplant wird man auch mit einem schönen Blick auf die umliegenden Berge und die Küstenlinie belohnt. Außerdem ist das Wasser anderenorts sehr viel klarer, als direkt an der Mündung des Messonghi River.

Der erste Tag ging mit einem guten Allinklusive-Buffet zu Ende.

 

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Entdecker

Wir sind Entdecker, nur am Strand rumliegen ist uns ein Graus. Daher zogen wir aus, die Insel zu erkunden. Der Mietwagen war vollgetankt, der erste Schreck über die hiesige Fahrweise verdaut und so ging es los nach Korfu-Stadt. Eigentlich heißt Korfu-Stadt ?Kerkira? was auf Griechisch eben Korfu bedeutet. Daher gibt es meist in den Reiseführern die Unterscheidung nach Korfu der Insel und Kerkira der Hauptstadt.

 

Die 18-20km Fahrt auf der Küstestraße nach Kerkira stellte die Scheibenwischer des Jimny auf die Probe (leider werden die im Leben eines Mietwagen meist nur 2x angebracht: das erste und das letzte mal), aber dafür empfing uns die Hauptstadt mit Sonnenschein.

 

Korfu-Stadt hat eine wunderschöne klassische Altstadt mit verwinkelten Gassen und ist nahezu autofrei. Die Altstadt wird von zwei riesigen Festungen eingerahmt, dem alten und dem neuen Fort. Wir parkten unser Auto an der langen, befestigten Uferstraße und machten uns auf den Weg in Richtung altes Fort. Vorbeigedrückt an den Busladungen von Schiffreisegästen (Tagesausflügler aus dem nahen Hafen) und den Mietwagen-Kolonnen bestiegen wir für 6 Euro Eintritt das alte Fort. Das ist ein Erlebnis – im Sommer aber kein ?ruhiges?! Von der riesigen Fortanlage, hat man eine tolle Aussicht auf die Altstadt mit der Esplanade, dem großen Platz, der das Fort von der Altstadt trennt.

 

Das Fort selbst wird an allen Ecken und Kanten restauriert und instand gehalten, bietet aber dennoch viele Eindrücke und Fotomotive. Die Aussicht von ganz oben auf das Meer, das neue Fort und eben die Altstadt machen ganz schnell den Motorroller vor den schönen griechischen Säulen vergessen.

 

Einige der Gebäude sind aus dem 18 Jhrd., andere sehr viel älter. Doch genau dieser Querschnitt durch die Epochen macht den Charme des alten Fort aus. Man kann dort oben stundenlang herumschlendern.

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Kaffee ?

 

Als es uns nach Kaffee dürstete machten wir uns auf den Weg in die Altstadt.

 

?Kaffee? ist leider für mich als leidenschaftlichem Kaffeetrinker ein weiteres Streitthema zum ReiseZiel Korfu ;o)

Durch die vielen Engländer scheint man sich der ?Nescafe-Kultur? angeglichen zu haben. Als der erste Kellner fragte ?Nescafe?? begriff ich nicht ganz, was er meinte. Als der Kaffee scheußlich schmeckte auch noch nicht, aber als ich dann Tage später ?heißes Wasser und ein Tütchen löslichen Kaffees? bekam was mir klar, dass wohl die ?Teetrinker? hier ihre Spuren hinterlassen hatten!

(Mein Tipp: Hägen-Dasz! Dort gibt es neben leckerem Eis auch guten frischen Kaffee! Einfach ?Espresso mit Milch? bestellen!)

 

Der Bummel durch die bunten Altstadtgassen war versöhnlich. Natürlich wird einem als Tourist dort aller möglicher Nippes angeboten. Von Souvenirs über Sandalen und FlipFlops (teilweise aus Leder und gut verarbeitet) bis hin zu wirklich echten ;o) Adidas-,

Puma- oder Nike-T-Shirts.

 

Vor allem aber wird einem der korfiotische Liquör ?KoumQuats? in verschiedensten Glasflaschen angeboten. VORSICHT ! Wir haben es erlebt (am Sissi-Schloss), dass die ordinäre Flasche KoumQuats 19? kosten sollte, im Supermarkt aber nur 4-6? !

 

Wenn man sich nicht blenden lässt, dann kommt man in Korfu gut ohne Abzocke davon.

 

Der Tag in Korfu-Stadt war so schön, dass wir auch den letzten Tag unserer Reise dort verbrachten.

Das Sissi-Schloss oder auch Achillion?

 

OK, also: blablabla Sissi von Österreich (ja genau die) blabla 1889 erbaut blablabla?von Friedrich Wilhelm von Preußen übernommen?blablabla.

So uns nun mal ernst. Es ist ein schickes Schloss, dass in einem tollen Zustand ist. Die
Säulen, die Deckenbilder, die Möbel und der Garten, alles sieht aus wie neu!

Aber (und das darf man romantisch veranlagten Frauen natürlich nicht sagen) die kleine Kaiserin hatte wohl nicht nur das eine Schlösschen und war wohl sicher auch nur 1 bis 2 mal in ihrem Leben dort.

Meine Herren:
Überlegung Nr. 1: Sissilein hat das Schloss zw. 1889 und 1891 umbauen lassen.
Da wird Sie wohl kaum dort Urlaub machen.

Überlegung Nr. 2: Sie nutzte das Schloss bis 1898, also noch 7 Jahre nach der Fertigstellung.

Finale Überlegung Nr. 3: Wie lange hat wohl eine Reise mit der Pferdekutsche und dem
Segelschiff von Wien nach Korfu gedauert?

Also meine Damen, die liebe Sissi war wohl nicht so häufig in ihrem tollen Schloss.

Wie gesagt, es ist schön dort. Im Garten ist eine ca. 6 Meter hohe Statue des Achillion aufgestellt zu deren Füßen man einen fantastischen Blick über die Ostküste genießt. Das ganze Areal ist gepflegt und viele bunte Blumen und Rosengänge schaffen eine tolle Kulisse, um die Liebste oder den Liebsten abzulichten.

Man erwartet, dass die Königin gleich in ihrem Reifrock um die Ecke biegt und die Bediensteten ihr folgen. Es ist wirklich ein Ort zum träumen.

Leider gilt aber auch gerade hier: Die Busladungen von Schiffreisenden trüben den tollen Eindruck etwas.

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Sidari

Die nächsten Tage verbrachten wir damit, die Insel zu erkunden, eigentlich ohne festes Ziel. Oder sagen wir mal, die Tipps und Highlights aus unserem Reiseführer mussten ja abgearbeitet werden.

So ging es Richtung Norden nach Sidari und zum Canal d`Amour. Schon spaßig, der Ort wimmelt vor Engländern, aber die wichtigste Sehenswürdigkeit heißt nicht Channel of Love sondern Canal d´Amour.

Sidari ist an der äußersten Nordküste im Westen der Insel. Auf dem Weg dahin machen Sie sich auf Serpentinen gefasst, die sich in engen Kurven den Hang hochschlängeln. In einer Kurve, schon recht weit oben, gibt es eine Taverne die einen erstklassigen griechischen Salat mit Feta anbietet. Zum einen hat man hier die Möglichkeit, die hinter einem hupenden Einheimischen vorbei zu lassen und lecker Essen gibt es auch noch!
 
Sidari ist ein gut ausgebauter touristischer Ort mit Strandbars und einer Einkaufs-, Bier-, Kneipen- und Restaurantmeile. Die Betonung liegt hier auf ?STRAND?! Denn im Gegensatz zu anderen Orten, hat man in Sidari einen etwa 10-20 Meter breiten und überwiegend sauberen Sandstrand. Die Strandbars und Restaurant laden mit vernünftigen Preisen zum Verweilen ein. Und da es zwischen Bar und Strand weder Straße noch Fußweg gibt, können die Kids am Strand spielen während man an seinem Cocktail nippt.

Wie gesagt, recht viele Engländer, aber meist Familien und die sind dann doch etwas ruhiger. In Sidari lag im Oktober, im Gegensatz zur übrigen Insel, die Saison noch nicht in den letzten Zügen. Hier tobte das Leben, alle Läden waren geöffnet, es gab Wassersportangebote und die Restaurants und Hotelpools waren gut besucht.

Am nördlichen Ende der Bucht geht der Strand in eine Art ?ausgebaute Klippenlandschaft? über. Das Meer hat hier sanfte Einbuchtungen in den Fels gefräst. Dies ist das Bild, dass auf fast 99 % aller Reiseführer die Titelseite schmückt. Eine Bucht, perfektes türkisfarbenes und sauberes Wasser, eingerahmt von sanft abgetragenen ca. 6-10 Meter hohen Felsen.

Ein gepflasterter Fußweg (daher auch ?ausgebaut?) führt vom Strand über die Felsen an den einzelnen kleinen Buchten vorbei. Tolle Möglichkeiten zum Knipsen! Tipp: Lassen Sie sich von den Durchgang-Verboten-Schildern nicht abschrecken! Sie wandern zwar durch private Hotelanlagen, aber am Ende des Weges gibt es ein Restaurant mit genialer Aussicht!

Sidari ist auf jeden Fall einen Ausflug wert und wenn es nur darum geht, dass Sie mal wieder den Sand zwischen den Zehen spüren wollen.

Angelokastro

Die ganze Zeit über begleiteten uns immer wieder Regenschauer. Mal heftiger, mal nur Nieselregen. So auch, als wir uns auf den Weg nach Angelokastro machten. Dieser Ort an der Westküste sollte ein altes Kloster beherbergen, das wir allerdings nicht gefunden haben. Macht aber nichts, denn alleine die Fahrt dorthin (wieder mal durch Korfu-Stadt durch) machte Spaß. An manchen Ecken und Enden der Straßen und Serpentinen war ich wirklich froh, dass ich auf Vierradantrieb umschalten konnte. Aber hey , das ist es doch, was einen Mann glücklich macht.

Der Weg führte uns durch unzählige Olivenhaine, mehrere niedliche kleine Dörfer und satten, grünen, duftenden Wald bis ans Meer.

Wir sind wahrscheinlich irgendwo falsch abgebogen und auch nach mehrmaligem umdrehen, zurückfahren und noch mal schauen, haben wir kein Schild zu einem Kloster gefunden. Stattdessen fanden wir uns an der zerklüfteten Küste wieder.

Angelokastro ist um diese Jahreszeit eher eine ?Hotel-Geister-Stadt?. Die Hotels, die in die Hänge um den kleinen Kiesstrand gebaut sind, machten alle den Eindruck, als würden sie im Winterschlaf sein. Am Strand und auf den Straßen war auch niemand zu sehen, was aber auch am Regen gelegen haben kann. Das Wasser war tiefblau und lud aufgrund des Regens und der hohen Wellen nicht gerade zum Baden ein. Einige Surfer hatten ihre Boards am Strand stehen und es sah aus, als würde man hier in der Bucht prächtig Windsurfen können.

Nach diesen Eindrücken und ein paar Fotos machten wir uns wieder auf den Heimweg.

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Korfu-StadtVerkehr

Da man auf seinen Touren in den Norden oder den Westen immer komplett durch Korfu-Stadt muss, es gibt nämlich keine Umgehungsstraße oder Autobahn, plant man lieber etwas mehr Zeit für die Touren ein. Was wir erlebt haben war, das ein Mann seinen Wagen einfach in der Mitte der Seitenstraße geparkt hat und einkaufen ging. Die Leute die nach ihm kamen mussten warten bis er fertig war. In Deutschland hätte man ihn wohl gelyncht, in Korfu-Stadt sieht man ähnliches öfter.

Der griechische Abend im Hotel

Klar muss es so etwas geben. In der Hochsaison wird dieser Abend sicher noch mit einer Abendveranstaltung verschönert, wir mussten uns mit einem griechischen Buffet begnügen. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich die Köche bei solchen einheimischen Speisen meist besonders in Zeug legen. Diesmal leider nicht. Es gab Gyros. Nett, aber der war wohl noch vom letzen mal übrig. Entweder man hatte pures Fett im Mund oder Schuhsohle. Es gab kein Mousaka, Hey was soll das, wir sind in Griechenland? Es gab kein Souvlaki! Hallo, bin ich im falschen Film? Statt dessen gab es vier verschiedene ?Pasteten?. So nannte man das. Es war eine Art Quiche nur viel ?softer und fluffiger?! Ich habe dafür einen Strohhalm zum Essen bestellt.

Aber es gab auch Fisch und der war wirklich gut und es gab genügend Auswahl an Nudeln mit Tomatensoße oder Gemüse. Aber ein griechischer Abend war das nicht. Schade.

 

Strände und Baden

Die Ausflüge in die Umgebung verbanden wir immer auch mit dem Baden an anderen Stränden. So hat z.B. Benitses, der nächste Ort vor Moriatika, einen tollen Kiesstrand. Obwohl hier ein kleiner malerischer Hafen direkt an den Badestrand angrenzt ist das Wasser so klar und sauber, dass man mind. 1,5 – 2 Meter hinunterschauen kann. Benitses ist ein nettes Fleckchen. Am ?Hafen? gibt es einige kleine Hotels mit großen Namen. Das Mirage (bekannt aus Las Vegas) oder das Bellavista haben geschätzt höchstens 20 Zimmer, aber eben große Namen. Benitses ist einen Ausflug wert. Am Hafen gibt es eine kleine Fußgängerzone mit Restaurant, Nippes-Läden und kleine Läden mit Kunsthandwerk. 1-2 Stunden lässt es sich hier gut chillen.

 

 

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legga Cocktails !

Zu unserer Überraschung hat Messonghi etwas ganz einzigartiges: Eine echte Cocktailbar! Man haben wir uns gefreut. Die Cocktails in unserem Hotel (und im Allinklusive) waren doch eher gewöhnungsbedürftig. Bis auf die geschätzten 28cl Ouzo waren die Cocktails nicht wirklich definierbar. Und dann haben wir Yannis Corner entdeckt. Direkt am ?Ende der Straße? wo es zum Apollo Palace links rein geht (also die Hauptstraße gerade aus und nicht am großen Schild Moriatika and Messonghi vorbei). Yannis ist ein gemütlicher großer stämmiger Grieche und muss mehrere Jahre in Deutschland verbracht haben. Er hat einen rheinischen Dialekt und reißt so manchen Witz in perfektem Deutsch.

Aber zurück zu den Cocktails. ERSTKLASSIG fällt mir dazu ein! Oder ?LECKER? oder auch ?man ein Cocktail und ich war angeschäckert? ;o)
Der Mann weiß, wie man einen Cocktail macht und auch präsentiert! Da kommt die leckere Pina Colada mit Wimpel, Schirm und Orange und der Blue Lagoon sogar mit Wunderkerze. Allesamt mit 4-6? zu absolut verträglichen Preisen.

Nebenbei bekommt man von Yannis noch Gesangseinlagen, wenn ihm eines der Lieder aus der Jukebox besonders gut gefällt. Und das Ambiente hat, einfach eingerichtet, eine sehr heimeliche Wohnzimmeratmosphäre.

Besuchen Sie Yannis, aber lassen Sie das Auto stehen, denn die Cocktails haben es wirklich in sich ;o)

 

Bachus

Und noch etwas hat Messonghi, ein echtes griechisches Restaurant! Nun lachen Sie, aber versuchen Sie doch mal auf Mallorca einen Spanier zu finden! Oder kennen Sie an der Algarve ein echtes portugiesisches Restaurant?

Bachus heißt dieses kleine Restaurant. Es befindet sich direkt an dem oben schon erwähnten Steg. Dort, wo das Wasser klarer ist, als an der Mündung des Flusses. Wenn Sie mit dem Auto kommen, dann fahren Sie von der Hauptstraße weiter gerade aus, nicht der Hauptstraße Richtung Lefkimi folgen. Auf der linken Seite (eine Abzweigung nach dem Messonghi-Beach) kommt eine Einfahrt ?to the River?. Fahren Sie da rein bis zum Ende und lassen Sie Ihr Auto am Ende bei den Booten stehen. Gehen Sie den Strand runter. Der kleine Spaziergang (ca. 500m) steigert den Hunger und verbessert auf dem Rückweg die Verdauung.

Die Karte ist klein, aber dafür sehr traditionell. Probieren Sie in jedem Fall das Tzatziki und das Moussakka. Alles zu vertretbaren Preisen, freundlich und zuvorkommend serviert. Man fühlt sich wohl und sitzt nur ca. 3 Meter !! JA DREI !! von Meer entfernt. Wenn das nicht romantisch ist.

 

Lefkimmi

Lefkimmi im Süden, lustiger Name oder? (I lef Kimmi at 19o´clock)
Von Messonghi nach Lefkimmi ist es ein schöner Ausflug von ca. einer Sunde. Teilweise ist hier sogar die Straße ausgebaut sodass man die Fahr- und Überholkünste der Dorfjugend miterleben kann. Ein kleines Stück der Straße nach Lefkimmi ist zweispurig und das wird dann von den Einheimischen, die meist mit Tempo 40 hinter den Touristen fest hängen, gnadenlos ausgenutzt.

Lefkimi ist ein kleiner, alter und naja nicht allzu hübscher Ort. Das einzige, was hübsch und vor allem neu gemacht ist, ist eine Art ?Hafen?. Es handelt sich dabei um eine Brücke über einem Flüsschen. Unterhalb der Brücke und entlang der schicken Kaimauer sind einige kleine Fischerboote fest gemacht. Sehr idyllisch und romantisch. Sonst hat das Örtchen nur eine alte Kirche zu bieten und eben enge Gassen. Alles nicht sehr spannend. Es fehlt hier irgendwie das ?Leben?. Wir waren etwa eine Stunde da und haben vielleicht 20 Einheimische gesehen, es war also irgendwie leer da.

Was einem auch in Lefkimmi auffällt ist, dass die Orte in Korfu keinen ?Stadtkern? oder einen zentralen Platz haben. In keinem der Orte, in denen wir waren, gab es so etwas wie einen ?Marktplatz?. OK, in Kerkyra gibt es die Esplanade, aber das ist auch eine große Stadt.

Auf dem Weg zurück nach Messonghi sind wir einfach mal rechts abgebogen. Man fährt durch uralte Olivenhaine und ist mit sich und der Natur allein. Schon die Gerüche und die Ruhe sind ein paar Schritte wert.

Ob in Lefkimmi oder in Sidari, die Orte sind nicht, wie man das z.B. aus Spanien kennt, um einen Platz gewachsen. Man hat eher den Eindruck, dass über die Zeit die Zwischenräume zwischen den einst ?verstreuten? Häusern irgendwie zugebaut wurden. Selbst die Kirchen haben keine richtigen ?Vorplätze?, sondern sind mittendrin.

Auch Messonghi und Moriatika haben keinen Kern, sondern ziehen sich an der Hauptstraße entlang.

 

 

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Paleokastritsa

Der einzige Ort neben der Hauptstadt, der so etwas wie einen zentralen Platz hat, ist Paleokastritsa. Hier gibt es einen Strand, dahinter eine Uferstraße, Restaurants und Bars. Hier sah es wirklich aus wie ?in einem typischen Touristenort?. Denkt man sich den großen Parkplatz für die Kloster-Ausflügler weg, dann ist es der schönste Ort, den wir auf Korfu gefunden haben. Das Kloster thront oberhalb der Bucht und ist jedem Besucher zugänglich. Die schon erwähnten Kreuzfahrt-Ausflugsbusse landen natürlich auch hier. Zumal Paleokastritsa auch im Reiseführer als das beliebteste Ausflugziel angepriesen wird.

Will man sich das Kloster in, sagen wir mal, ruhiger Atmosphäre ansehen, ist es wohl ratsam vor 13 Uhr zu kommen! (zw. 13-15 Uhr ist das Kloster geschlossen!). Die Schiffstouristen sind ja erst um 10 mit dem Frühstücken fertig und mit dem Bus nach Paleokastritsa braucht man sicher mehr als eine Stunde. Das gibt einem einen gewissen Vorsprung.

Wir erlebten das Kloster mit ?Gruppe 12, Gruppe 8 und Gruppe 10?, was nicht nur die Sprachen ?Deutsch, Italienisch und Englisch? umfasste, sondern auch ca. 60-80 Personen, die sich an den Spots der Anlage drängten. Nichtsdestotrotz ist es sehenswert und schick dort.

Im Gegensatz zur Aussage aus dem Reiseführer müssen Frauen auch nicht ?Schultern und Beine? bedecken, es wird lediglich darum gebeten in angemessener Kleidung zu erscheinen (das Feinripphemd und ne Badehose sind also tabu). Der Weg zum Kloster führt den Berg hoch. Gehen Sie zu Fuß! Zum einen wartet man mit dem Wagen mind. 4 Minuten an der Ampel, zum anderen gibt es auf dem Weg nach oben einen sehr schönen Aussichtspunkt. Mit dem Auto darf man nicht anhalten, weil einem ein Reisebus entgegenkommen könnte und dann müsste man die Serpentinen rückwärts wieder runter!

Wenn man zur Vormittags-Öffnungszeit des Klosters zu spät kommt, dann sollte man hier auf jeden Fall Baden gehen. Das Wasser ist so sauber, dass man sicher 4 Meter in die Tiefe schauen kann. Der Strand ist kieselig (ohne ?olle Klamotten?). Auch wenn es im Wasser etwas größere Steine gibt, trübt das den Badespaß hier nicht!

Wenn man Hunger bekommt, laden mehrere kleine Tavernen zu griechischem Salat oder Gyros ein. Im ersten Haus am Platz mit einer tollen erhöhten Terrasse direkt an der Straßenecke bekommt man für 6,50 einen superleckeren Tunfisch-Salat. Der Blick über die Bucht ist kostenlos.

Würde ich wieder nach Korfu fahren wäre Paleokastritsa der Ort, an dem ich meinen Urlaub verbringen würde!

 

nahes Ende

Leider näherte sich unser Urlaub dem Ende. Da wir am nächsten Tag bereits um 12 Uhr (was ja nicht so früh ist) aus unserem Zimmer mussten, beschlossen wir, den letzten Tag in Korfu-Stadt zu verbringen. Uns hielt nichts in Messonghi und umso kürzer war abends der Weg zum Airport.

Wieder parkten wir unseren Wagen an der Straße nahe des alten Fort und der Esplanade. Hier parkt man stressfrei und kostenlos. Die 1000 Schritte zum Fort und zur Altstadt kann man am Wasser entlang schlendern.

Wir verbrachten die 6 Stunden bis zu Abflug in der Altstadt und dem neuen Fort. Die Altstadt ist extrem verwinkelt und man braucht schon etwas Orientierungssinn (oder Glück) um sich zurechtzufinden.
Gerade wenn man mal die touristischen Pfade in der Altstadt verlässt, sich also von den Shoppingmeilen mit Nippes entfernt, dann gibt die Altstadt Einblick in das Leben in Korfu Stadt. Neben den Touri-Straßen gibt es nämlich auch Einkaufsstraßen für die Einheimischen. Dort findet man ?ganz normale? Läden, die nicht dem ?Wucher frönen?. Dort bekommt man tolle Lederschuhe, Kleider und Accessoires und auch einheimische Produkte zu fairen Preisen.

Das neue Fort rahmt gemeinsam mit dem alten Fort Korfu-Stadt ein. Vom alten zum neuen Fort läuft man über die Esplanade und die Uferstraße nicht länger als 30 Minuten.
Es ist also alles sehr nah beieinander.

Das neue Fort ist genauso beeindruckend wie das alte Fort. Die zu besichtigenden Festungsmauern und Katakomben lassen nur erahnen, wie die Menschen hier früher gelebt und gekämpft haben.
Teile des neuen Fort werden immer noch von der Armee genutzt und sind daher nicht zugänglich. Wenn man aus Richtung der Altstadt kommt und vorbei am Asiatischen Museum auf das Fort zu läuft, kommt man als erstes zum Eingangstor der Armee. Ein riesiger bunter Torpedo schmückt den Eingang und zeigt in die Richtung, in der der Eingang für die Besucher ist. Bleiben Sie nicht allzu lange dort stehen, sonst werden Sie vom Wachpersonal aufgefordert, weiterzugehen (die haben sonst nicht viel zu tun)!

Im Fort gibt es einen Innenhof, der anscheinend als Bar oder Club genutzt wird. Jedenfalls zeugen die ?Lounge-Möbel? davon. Außerdem beherbergt das Fort eine kleine Ausstellung von originalen Amphoren oder Tellern usw.

Der Blick vom obersten Aussichtspunkt ist grandios. Der Weg dorthin ist jedoch beschwerlich und nichts für schwache Nerven. Eine steile, etwa 10 Meter hohe Stahltreppe durch deren Stufen man hinunterschauen kann, führt den Besucher auf die oberste Festungsebene. Von hier aus überblickt man die Altstadt, den Hafen (mit den Kreuzfahrtschiffen) und das alte Fort. Außerdem hat man einen tollen Blick auf die Insel und kann dem Treiben auf den Straßen zusehen. Hier oben hält man es schon eine Weile aus.

Als wir uns satt gesehen hatten, machten wir uns wieder auf den Weg zur Esplanade um etwas Essbares zu erstehen. Machen Sie nicht den Fehler, dass Sie sich direkt an die Esplanade oder die Straße direkt dahinter setzen. Die Restaurants haben einen Vorder- und einen Hintereingang und damit sind die Preise in der hinteren Seitenstraße genauso hoch wie vorn direkt am Platz! Es hat keinen Spaß gemacht, für einen Mini-Teller Tunfisch-Salat 8,50? zu bezahlen. Der Salat bestand aus 3 Scheiben Gurke, 2 Scheiben Tomate, Eisbergsalat und etwas Tunfisch aus der Dose. Naja man hätte es auch ahnen können, aber das war wirklich Wucher.

Gehen Sie zu McDonalds oder weiter in die Altstadt hinein! Wenn Sie z.B. links neben McDonalds die Straße durchgehen, kommen Sie auf einen kleinen Platz mit 4 Restaurants. Dort ist das Essen vielleicht genauso teuer, aber besser als der Touristen-Nepp an der Esplanade.

Wir jedenfalls ärgerten unseren Kellner, indem wir einfach noch etwas sitzen blieben und uns an unser Cola aufhielten. Dafür, dass er uns mit dem Versprechen ?Very good Food? an einen seiner Tische lockte, bekam er dann auch kein Trinkgeld! Rache ist süß! Dieses, vorhersehbare, Erlebnis schmälerte aber nicht unsere Urlaubslaune. Dass wir uns langsam auf den Weg zum Airport machen mussten, nervte uns allerdings. Denn wir hatten den wirklich sonnigsten Tag unserer Woche, tolle Eindrücke und viel Spaß. Wir verließen Korfu mit einem erholten und seligen Gefühl in der Bauchgegend.

Meine Lieblinsinsel wird Korfu nicht, aber ein wenig hat sie mein Herz erobert.

Autor: Benno Finsterfeige für ReiseZiele.de


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